Dill

Der Dill zählt zu den bekanntesten Küchen- und Kulturpflanzen Europas und ist seit Jahrhunderten Bestandteil der Volks- und Pflanzenkunde. Mit seinen feinen, fiederartigen Blättern und dem charakteristischen Duft ist er leicht erkennbar und findet in historischen Kräuterbüchern sowie kulturellen Überlieferungen Erwähnung. Dieses Pflanzenportrait bietet eine sachliche Übersicht zu botanischen Merkmalen, Inhaltsstoffen sowie zur überlieferten Bedeutung des Dills.


Kurzportrait

Der Dill (Anethum graveolens) ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Ursprünglich stammt er aus dem östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien, wird jedoch seit langer Zeit in weiten Teilen Europas kultiviert. Er bevorzugt sonnige Standorte und lockere, nährstoffreiche Böden. Charakteristisch sind seine zarten Blätter, die gelbgrünen Blütendolden und sein aromatischer Duft.


Erkennungsmerkmale des Dills

Wuchs & Blätter

  • feine, fiederartig geteilte Blätter
  • hell- bis mittelgrüne Färbung
  • aufrechter, verzweigter Stängel
  • lockerer, filigraner Wuchs

Blüte & Standort

  • gelbe Blüten in flachen Doppeldolden
  • Blütezeit meist von Juni bis August
  • bevorzugt sonnige, geschützte Standorte
  • wächst auf humosen, gut durchlässigen Böden
  • Wuchshöhe etwa 40 bis 100 cm

Dill in der traditionellen Pflanzenkunde

In historischen Kräuterbüchern wird Dill seit der Antike beschrieben. Aufgrund seines Duftes und seiner weiten Verbreitung nahm er früh eine feste Rolle in der europäischen Pflanzenkunde ein. In überlieferten Texten wird Dill sowohl im Zusammenhang mit Gartenkultur als auch im häuslichen Umfeld erwähnt.

Die Beschreibungen spiegeln das naturkundliche Verständnis und die Alltagskultur ihrer jeweiligen Zeit wider und sind Teil der historischen Wissensüberlieferung.


Inhaltsstoffe des Dills

In der Fachliteratur wird für Dill eine charakteristische Zusammensetzung beschrieben. Zu den genannten Inhaltsstoffgruppen zählen unter anderem:

Ätherische Öle

  • Carvon
  • Limonen
  • α-Phellandren

Weitere pflanzliche Bestandteile

  • Flavonoide
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe

Die Angaben zu Inhaltsstoffen beruhen auf pflanzenkundlichen und chemischen Beschreibungen.


Dill in Kulturgeschichte & Volkskunde

In der Volkskunde war Dill eine weit verbreitete Gartenpflanze und fand in vielen Regionen Erwähnung im Zusammenhang mit Hauswirtschaft und Brauchtum. Aufgrund seines intensiven Duftes wurde er in symbolischen Deutungen gelegentlich mit Schutz und Ordnung assoziiert.

Auch in der Überlieferung von Bräuchen und Redensarten taucht Dill vereinzelt auf, was seine Bedeutung im alltäglichen Leben vergangener Zeiten widerspiegelt.


Dill sammeln – kulturkundliche Hinweise

Historische Quellen beschreiben den Umgang mit Dill vor allem im Rahmen des Gartenbaus. Überlieferte Hinweise beziehen sich unter anderem auf:

  • Ernte der Blätter vor der Blüte
  • Nutzung der Samen nach dem Ausreifen
  • Trocknung an luftigen, schattigen Orten

Diese Hinweise dienen der Einordnung traditioneller Praktiken und sind kulturkundlich zu verstehen.


Hinweis

Die dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Pflanzen und ihre kultur- und pflanzenkundliche Bedeutung.
Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen nicht die fachliche Beratung durch Arzt oder Apotheker.

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