Brennnessel (Urtica dioica)

Die Brennnessel zählt zu den bekanntesten heimischen Wildpflanzen Europas und ist seit Jahrhunderten Bestandteil der Volks- und Pflanzenkunde. Mit ihren charakteristischen gezähnten Blättern und Brennhaaren ist sie leicht erkennbar und findet in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen Erwähnung. Dieses Pflanzenportrait bietet eine sachliche Übersicht zu botanischen Merkmalen, Inhaltsstoffen sowie zur traditionellen Bedeutung der Brennnessel.


Kurzportrait

Die Brennnessel (Urtica dioica) ist eine mehrjährige, robuste Wildpflanze aus der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae). Sie kommt in weiten Teilen Europas in gemäßigten Klimazonen vor und wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden. In historischen Quellen wird sie sowohl als Wildpflanze als auch als Nutzpflanze beschrieben.


Erkennungsmerkmale der Brennnessel

Wuchs & Blätter

  • gezähnte, spitz zulaufende Blätter
  • gegenständige Blattstellung
  • kantiger, aufrechter Stängel
  • feine Brennhaare an Blättern und Stängeln

Blüte & Standort

  • grünliche, unscheinbare Blütenrispen
  • bevorzugt nährstoffreiche Standorte
  • bildet häufig dichte Bestände
  • Wuchshöhe meist zwischen 1 und 1,5 Metern

Brennnessel in der traditionellen Pflanzenkunde

In der europäischen Volkskunde wird die Brennnessel seit Jahrhunderten erwähnt. Historische Kräuterbücher beschreiben sie als vielseitige Pflanze, die in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen Erwähnung fand. Besonders im Frühjahr spielte sie in der traditionellen Lebensweise eine Rolle und wurde in verschiedenen Überlieferungen als Symbol für Erneuerung betrachtet.


Inhaltsstoffe der Brennnessel

In der Fachliteratur wird für die Brennnessel eine vielfältige Zusammensetzung beschrieben. Dazu zählen unter anderem:

Vitamine

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Vitamin K
  • verschiedene B-Vitamine

Mineralstoffe

  • Calcium
  • Magnesium
  • Kalium
  • Phosphor
  • Natrium

Spurenelemente

  • Eisen
  • Silizium
  • Zink
  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen

Pflanzliche Begleitstoffe

  • Flavonoide
  • Chlorophyll
  • Phenolsäuren
  • Lignane

Ätherische Öle

  • in sehr geringen Mengen beschrieben

Brennnessel als Wildpflanze in der Küche

Die Brennnessel wird in historischen und pflanzenkundlichen Quellen auch als Wildpflanze der regionalen Küche erwähnt. Besonders junge Triebe finden in überlieferten Rezepten Erwähnung.

Beispiele traditioneller Zubereitungen:

  • Brennnesselsuppe
  • Brennnessel-Pesto
  • Kräuterbutter
  • Wildkräuterquark

Diese Beschreibungen geben historische und kulturkundliche Überlieferungen wieder.


Sammeln der Brennnessel – kulturkundliche Hinweise

In überlieferten Sammlungspraktiken wird empfohlen:

  • nur an unbelasteten Standorten zu sammeln
  • junge Pflanzenteile zu bevorzugen
  • beim Umgang mit frischen Pflanzen Schutzmaßnahmen zu beachten

Diese Hinweise dienen der allgemeinen Einordnung traditioneller Praktiken.


Hinweis

Die dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Pflanzen und ihre kultur- und pflanzenkundliche Bedeutung.
Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen nicht die fachliche Beratung durch Arzt oder Apotheker.

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