
Der Löwenzahn gehört zu den bekanntesten heimischen Wildpflanzen und begleitet den Menschen seit Jahrhunderten. Als vielseitige Kräuterpflanze wird er traditionell zur Unterstützung von Verdauung, Stoffwechsel und innerer Balance geschätzt. In diesem Pflanzenportrait erfährst du alles über Wirkung, traditionelle Anwendung und charakteristische Merkmale des Löwenzahns.
Kurzportrait
Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine mehrjährige, ausdauernde Wildpflanze aus der Familie der Korbblütler. Er wächst bevorzugt auf Wiesen, Wegrändern und in Gärten und ist nahezu überall in Europa verbreitet. Charakteristisch sind seine tief gezähnten Blätter, die leuchtend gelben Blüten und der milchige Pflanzensaft. Traditionell wird der Löwenzahn sowohl in der Küche als auch in der Volkskunde vielseitig genutzt.
Erkennungsmerkmale des Löwenzahns
Wuchs & Blätter
- tief gezähnte, rosettenförmig angeordnete Blätter
- glatte bis leicht behaarte Blattoberfläche
- hohler, blattloser Stängel
- milchiger Pflanzensaft bei Verletzung
Blüte & Standort
- leuchtend gelbe Korbblüten
- kugelige Samenstände („Pusteblume“)
- bevorzugt sonnige, nährstoffreiche Standorte
- Wuchshöhe etwa 10–40 cm
Löwenzahn – traditionelle Anwendung
Der Löwenzahn wird traditionell eingesetzt für:
Verdauung & Stoffwechsel
- Bestandteil klassischer Frühjahrskuren
- traditionell zur Unterstützung der Verdauung genutzt
Leber & Galle
- Bitterpflanze mit langer Tradition
- Bestandteil vieler Kräuterzubereitungen
Vitalität & Ausgleich
- nährstoffreiche Wildpflanze
- geschätzt in naturverbundener Ernährung
Inhaltsstoffe des Löwenzahns
Vitamine
| Vitamin | Vorkommen |
|---|---|
| Vitamin A | ✔ |
| Vitamin C | ✔ |
| Vitamin E | ✔ |
| Vitamin K | ✔ |
| B-Vitamine | B1, B2, B6, Folat |
Mineralstoffe
| Mineralstoff | Bedeutung |
|---|---|
| Kalium | sehr hoch |
| Calcium | ✔ |
| Magnesium | ✔ |
| Phosphor | ✔ |
| Eisen | ✔ |
Spurenelemente
| Spurenelement | Vorkommen |
|---|---|
| Zink | ✔ |
| Kupfer | ✔ |
| Mangan | ✔ |
Bitterstoffe & sekundäre Pflanzenstoffe
| Stoffgruppe | Beispiele |
|---|---|
| Bitterstoffe | Taraxacin |
| Ballaststoffe | Inulin |
| Flavonoide | Luteolin |
| Phenolsäuren | Kaffeesäure-Derivate |
Löwenzahn in der Küche
Fast alle Teile des Löwenzahns sind verwendbar, besonders die jungen Pflanzenteile im Frühjahr.
Beliebte Anwendungen:
- Löwenzahnsalat
- Wildkräuterpesto
- Löwenzahngelee aus den Blüten
- Kräuterquark & grüne Smoothies
Tipp: Junge Blätter sind milder im Geschmack als ältere.
Traditionelle Bedeutung & Volkskunde
In der Volkskunde gilt der Löwenzahn als Symbol für Lebenskraft, Neubeginn und innere Reinigung. Seine frühe Blüte macht ihn zu einer klassischen Frühlingspflanze, die traditionell mit Erneuerung und Bewegung in Verbindung gebracht wird.
Löwenzahn sammeln – Hinweise
- nur an unbelasteten Standorten sammeln
- Verwechslungsgefahr mit anderen Korbblütlern beachten
- junge Blätter bevorzugen
- Wurzeln bevorzugt im Herbst ernten
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